Coronavirus: Ansteckung mit Honig möglich?

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Das Coronavirus führt zu viel Unsicherheit. Leider gibt es dabei auch immer wieder Fehlinformationen, Fake-News und sogenannte Hoax, wenn es um Übertragungswege durch Lebensmittel – wie Honig – geht.


Verzehr von Honig ist keine Gefahr

Auch, wenn es derzeit noch keine absolute Sicherheit bei der Frage gibt, wie genau sich Covid-19 überträgt, gibt es keinerlei Indizien oder Hinweise, dass es durch den Konsum von Honig oder anderen Lebensmitteln zu Ansteckungen kommt: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann derzeit keine Übertragung des Virus über den Konsum von Lebensmittel nachweisen – weder beim gegenwärtigen Covid-19-Erreger noch bei vergangenen Coronaviren wie SARS oder MERS. Auch die verantwortlichen Behörden in anderen Ländern stimmen der Auffassung des BfR zu, dass die Verbreitung des Erregers über Lebensmittel unwahrscheinlich ist. Die französische Lebensmittelsicherheitsbehörde ANSES sagt sogar, dass eine Infektion mit dem Corona im Verdauungstrakt, nach den derzeitigen Erkenntnissen, überhaupt nicht möglich sein sollte. Auch bei Lebensmitteln, welche nach Deutschland importiert worden sind, ist die Gefahr einer Kontaminierung mit dem Covid-19-Erreger unwahrscheinlich. Grundlage für diese Einschätzung des BfR ist, dass sowohl die bisher ermittelten Übertragungswege als auch die relativ geringe Überlebensfähigkeit der Viren in der Umwelt gegen die langfristige Kontaminierung von importierten Waren sprechen.

 

Auch wenn die Infizierung mit dem Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit also nicht über den Konsum von Honig oder anderen Lebensmittel erfolgt, sollte beim Verzehr oder bei der Zubereitung von Lebensmittel – wie sonst auch – auf die hygienischen Verhaltensweisen geachtet werden. Denn mit regelmäßigem Händewaschen kann zumindest einer Schmierinfektion vorgebeugt werden. Und mit sauberen Händen schmeckt das frische Honigbrot auch gleich viel besser.

 


Quellen

www.bfr.bund.de
www.bmel.de
www.foodwatch.org