Gut gewappnet gegen Honigverfälscher

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Honigproben entnehmen und ins Lebensmittellabor schicken – das ist eine alltägliche Aufgabe für Honigabfüller in Deutschland und Europa. Denn die Analyse von Lebensmitteln sorgt dafür, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher immer ein authentisches und qualitativ hochwertiges Naturprodukt im Honigregal finden. Die Honig-Analyse durch unabhängige Lebensmittellabore ist damit ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung und, neben dem verantwortungsvollen Honig-Einkauf der Abfüller, ein wirksames Mittel gegen Honigverfälscher.

 

Honig wird „durchleuchtet“

Die Anforderungen an das Naturprodukt Honig sind hoch – einerseits durch die strengen rechtlichen Rahmenbedingungen der europäischen Honigrichtline, andererseits durch die hohen Qualitätsansprüche der Verbraucherinnen und Verbraucher. Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, durchläuft Honig eine umfangreiche Qualitätskontrolle in unabhängigen Lebensmittellaboren. Diese testen den Honig beispielsweise auf seinen Wassergehalt, seinen ph-Wert, das Zuckerspektrum oder mit einer Pollenanalyse. Auch Fremdstoffe oder honigfremde Enzyme können im Lebensmittellabor identifiziert werden. So kann zuverlässig festgestellt werden, ob und wenn ja, wie ein Honig verfälscht wurde. Zudem ist es auch möglich, die Herkunft des Honigs festzustellen. Die zahlreichen Analysemethoden werden seit vielen Jahren immer wieder weiterentwickelt und verfeinert, um Honigverfälschern auch in Zukunft immer einen Schritt voraus zu sein.

 

Die Entwicklung steht nicht still

Bereits heute besitzen die Lebensmittellabore also eine große Vielfalt an möglichen Analysemethoden. Auf diese Weise wird Honigverfälschungen effektiv begegnet. Denn es gibt nicht nur „die eine Methode“, um Honigverfälschungen zu erkennen. Der gezielte Einsatz verschiedener Analyseverfahren macht eine umfassende Untersuchung des Honigs möglich und sorgt für reine Produkte in unseren Supermärkten. Schließlich wird Honig, der Auffälligkeiten aufweist, von den Honigabfüllern unmittelbar aus dem Verkehr gezogen. Trotz der bereits jetzt zahlreichen Möglichkeiten zur Honig-Analyse werden diese immer weiterentwickelt. Im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts, das der Honig-Verband ausdrücklich begrüßt, wird derzeit beispielsweise eine umfangreiche Referenzliste mit natürlichen Enzymen aufgestellt, die im Honig vorkommen. Diese Enzyme können mit Hilfe der Massenspektronomie die Authentizität eines Honigs bestätigen, da sie kaum künstlich hergestellt werden können. Die Ergebnisse aus diesem Forschungsprojekt könnten den Lebensmittellaboren und Abfüllern somit ein weiteres starkes Werkzeug an die Hand geben, mit dem Honigverfälschungen im Einzelhandel verhindert werden. Dabei hilft auch der kontinuierliche Erfahrungsaustausch zwischen den Honigabfüllern, den Laboren und der Wissenschaft. Der Honig-Verband fördert diesen Austausch, stellt Informationen bereit und klärt über die Methoden der Honigverfälschern auf. Unabhängige Testergebnisse bestätigen die Wirkung und zeigen, dass das dieser proaktive Ansatz gegen Honigverfälschungen auch für die Zukunft vielversprechend ist.