Neuseelands goldene Honig-Schätze

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07.05.2024

 

Ein besonderes Land mit besonderem Honig

Neuseeland, ein Inselstaat im südwestlichen Pazifik, ist bekannt für seine spektakuläre Landschaft.  Schroffe Berge, alte Vulkane, üppige Wälder und weitläufige Küsten machen den Inselstaat zu einem wahren Paradies. Seine geografische Vielfalt bietet die Grundlage für eine reiche und einzigartige Pflanzenwelt – und damit für besondere Honigsorten wie den weltweit berühmten Manuka-Honig.

 

Eine kurze Geschichte der Honigproduktion in Neuseeland

Die Honigproduktion in Neuseeland begann erst im 19. Jahrhundert. Englische Siedler:innen brachten die europäische Honigbiene Apis mellifera mit, die zuvor in Neuseeland nicht vorkam. Die Bienen wurden in der üppigen Pflanzenwelt des Inselstaates schnell heimisch und machten die Imkerei mit einzigartigen Honigsorten zu einem florierenden Wirtschaftszweig. Heute ist neuseeländischer Honig ein Exportschlager.

 

Besondere neuseeländische Honigsorten

Neuseelands Honigbienen produzieren eine Vielzahl international beliebter Honigsorten. Fünf davon sollen hier kurz vorgestellt werden.

Manuka-Honig ist der wohl bekannteste Honig aus Neuseeland. Ihm werden besondere gesundheitsfördernde und heilende Wirkungen zugesprochen. Für Manuka-Honig sammeln Bienen Nektar der Südseemyrte (lat. Leptospermum scoparium), die ausschließlich in Neuseeland und im Südosten Australiens vorkommt. Umgangssprachlich wird die farbenfrohe Pflanze mit ihren weißen, violetten oder dunkelroten Blüten auch Neuseelandmyrte oder Manuka-Strauch genannt. Letztere Bezeichnung gibt dem edlen Honig seinen Namen. Die Maori, die seit 2000 Jahren in Neuseeland leben, nutzten die Südseemyrte schon lange als Heilpflanze, bevor mit den englischen Siedler:innen die Imkerei auf die Inseln kam. Sie behandelten mit einem Sud aus der Baumrinde Wunden oder Magen-Darm-Beschwerden. Inzwischen wird Manuka-Honig als Zutat in medizinischem Honig sogar in deutschen Krankenhäusern zur Wundheilung angewendet. Grund dafür ist der antibakteriell wirkenden Stoff Methylglyoxal (MGO). Dieser ist in allen Honigen enthalten, im Manuka-Honig jedoch in besonders hoher Konzentration. Manuka-Honig ist bernsteinfarben bis dunkelbraun und dickflüssig. Im Vergleich zu anderen Honigsorten schmeckt er eher herb und würzig.

Der Rewarewa-Baum ist eine Unterart des Manuka-Strauchs, der in ganz Neuseeland wächst. Rewara-Honig hat ebenfalls einen hohen MGO-Gehalt, weshalb die beiden Sorten manchmal gemischt werden. Rewarewa-Honig ist ebenfalls bernsteinfarben und zähflüssig. Er kristallisiert nur langsam aus und hat mitunter eine rauchige oder blumige Note.

Pohutukawa-Honig ist eine weitere Spezialität aus Neuseeland. Der Pohutukawa-Baum ist für seine roten Blüten bekannt. Diese blühen um die Weihnachtszeit. Der Pohutukawa-Honig hat eine hellgelbe Farbe, dickflüssige Konsistenz und karamelligen Geschmack.

Eine edle Seltenheit ist Rata-Honig. Er wird aus dem Nektar des Rata-Baums gewonnen, der nicht jedes Jahr blüht. Warum, ist bisher nicht bekannt. Entsprechend ist es jedes Jahr eine Überraschung, ob die neuseeländischen Imkereien Rata-Honig ernten können oder nicht. Rata-Honig ist hellgelb und cremig. Er schmeckt vollmundig und ist mit einer winzigen Note von Salz ein echtes Geschmackserlebnis.

 

Neuseeland – ein Honig-Paradies

Neuseeland ist ein Paradies für Mensch, Biene und Honig. Die neuseeländischen Honig-Sorten, allen voran der Manuka-Honig, werden weltweit geschätzt. Sie finden Anwendung als Delikatesse in der Küche, als Zutat in medizinischen Produkten und der Kosmetik. Die einzigartige und vielfältige Landschaft spiegelt sich dabei in den vielen besonderen Honigsorten wider.

 

Quellen

Link 1: www.newzealand.com

Link 2: www.statista.com

Link 3: www.arte.tv

Link 4: www.honig-und-bienen.de/manuka-honig

Link 5: www.honig-und-bienen.de/manuka-honig

Link 6: www.daserste.de/information

Link 7: www.ndr.de/ratgeber

Link 8: www.arte.tv/de

Link 9: www.honigreich.com

Link 10: www.beegut.de

Link 11: www.honigreich.com

Link 12: www.honigreich.com